Erfahrungen mit dem Canon EF 50mm f/1.2 L – Fokusshift

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Canon EF 50mm f/1.2 L USM2012 erwarb ich das umstrittene Canon EF 50mm f/1.2 L USM Objektiv. Zuvor hatte ich ein Sigma EX 50mm DG HSM und ein Canon EF 50mm f/1.4 USM getestet – beide überzeugten mich nicht sonderlich – das Sigma EX war eine einzige Autofokus-Katastrophe, das Canon 1.4 klapprig in der Ausführung. Ich wollte etwas Gescheites in den Händen halten, das zudem im Regen nicht sofort den Löffel abgibt. Als Standardobjektiv mit einem Bildwinkel, der dem des menschlichen Auges am nächsten kommt, bleibt dann für Canon Fotografen noch genau ein Objektiv mit Autofokus übrig: Das Canon EF 50mm f/1.2 L für ca. 1.450 Euro.

Das Objektiv gilt als schwarzes Schaf unter den Canon L Objektiven. Weder die Schärfeleistung im Randbereich unter Blende 2.0 überzeugt, ebenso beträgt die Vignettierung bei Offenblende nahezu 2.5 Blendenstufen. Weiterhin kann ein „Backfokus“, der bei Naheinstellgrenze und Distanzen bis 2.50m zwischen Blende f/1.6 und f/3.2 mit fast 20mm sehr ausgeprägt ist, einen wirklich fast zum Wahnsinn treiben. Hier zeigt sich leider, dass ein sehr lichtstarkes Objektiv eben auch mit der Physik zu kämpfen hat – Canon hat aber sicherlich sein Bestes gegeben. Trotz dieser Tücken liefert genau dieses Objektiv durch seine extremen Möglichkeiten mit dem Schärfenuntiefebereich (Betonung auf Untiefe) kombiniert mit einer sehr starken Kontrastleistung dann eben doch die Ergebnisse, die mit dem über 1000 Euro günstigeren Canon EF 50mm f/1.4 USM nicht erzielt werden können.
Dieses Objektiv muss man wollen und sich damit auseinandersetzen. Wer einfach nur Teuer kaufen will, oder einen „roten Ring“ als Statussymbol, sich mit dem Objektiv aber nicht auseinandersetzen wird, der sollte es besser lassen. Teuer hilft hier nicht viel – wenn man es nicht bedienen kann.

Es sei erwähnt, dass ich zwei Exemplare dieses Objektivs in den Händen hielt und mit einer Canon EOS 5D Mark III getestet habe – der Fokusshift existiert definitiv, und war bei beiden Objektiven mit fast 20mm im Nahbereich sehr stark ausgeprägt. Arbeitet man mit einer Kamera ohne die Möglichkeit einer AF-Feinjustierung, und der Autofokus weist bereits bei Offenblende f/1.2 einen ausgeprägten Backfokus – mehr als 5mm – dann zurück damit zum Händler und ein Neues ordern – oder es akzeptieren und das Objektive beim Service „nullen“ lassen, alternativ auch Kamera und Objektiv abstimmen lassen. Einen Back- oder Frontfokus kann man leicht ermitteln – fotografieren Sie dazu ein Metermaß etwa im 45° Winkel. Fokussieren sie dabei auf irgendeinen Zentimeter-Strich. Der Millimeter-Strich der dann davor oder dahinter wirklich scharf ist, definiert den Fehlfokus nach vorne (Frontfokus) oder hinten (Backfokus).
Sollte das Objektiv  einen Frontfokus besitzen, so wird man sich bei der Arbeit nahe Offenblende vor allem im ausgeprägten Nahbereich schwer tun, profitiert aber beim schließen der Blende bereits ab einer Blendenstufe (in diesem Fall dann Blende f/1.8) vom Fokusshift nach hinten – der nun bereits mindestens 5mm beträgt. Also ein Frontfokus kann je nach Anwendungszweck durchaus einen Vorteil bedeuten.

Wie kann man den Fokusshift kompensieren?

Die folgenden Zeilen sind Ideen meinerseits, ob Sie diese gut finden oder nicht, bleibt Ihnen überlassen. Hier ist Toleranz angesagt, denn jeder wird dies ein wenig anders angehen, denn es gibt hier einige Wege die zum Ziel führen…

Wer eine Kamera mit AF-Feinjustierung besitzt, ist deutlich im Vorteil. Da man oft vorher weiss, was man fotografieren wird, kann man die AF-Feinjustierung für das Objektiv der Situation anpassen, und dies ist auch definitiv nötig, wenn man sich blind auf den Autofokus verlassen will, bzw. dieser genau das treffen soll, was sie auch anvisieren.

Es gibt eine Sache, die sinvoll ist: Fokussieren Sie über das zentrale AF-Feld – nur hier wird der AF sich exakt so verhalten, wie er soll, bzw. wie Sie die Kamera feinjustiert haben. Mit den AF-Feldern Richtung Rand verändert sich das Verhalten des Autofokus – in größeren Distanzen wird sich das allerdings auch weniger drastisch auswirken.

Bis einen Meter Distanz und einer Blende über f/1.6 greife ich mittlerweile zur Fokussierung über den AF-Live View und lasse die AF-Feinjustierung auf Neutralstellung für meine Kamera-Objektiv-Kombination (bei mir sind das -2mm) . Ich schalte dann auf das Dispaly, fokussiere manuell bei mindestens 5-fachen Zoom bei gedrückter Abblendtaste (!) exakt scharf auf den Punkt. Dies bedarf ein wenig Übung und kostet leider etwas Zeit – für Schnappschüsse aus einem Meter Distanz ist das natürlich unbrauchbar. Allerdings liefert genau diese Vorgehensweise die absolut beste Schärfe auf den Punkt, da mit der Arbeitsblende fokussiert wurde, und nicht bei Offenblende.

Ist man bei einem Ereignis und möchte Personen festhalten, sowie das Geschehen an sich, dann wird man bei schwächerem Licht meist mit einer Blende zwischen 1.4 und 4.0 fotografieren. Also genau in dem Bereich, in dem der Fokusshift sich bis drei Meter Distanz deutlich auswirken kann. Ich habe für diesen Fall die AF-Justierung pauschal auf -10 ab Neutralstellung der Objektiv-kamera-Kombination eingestellt. Das ist ein Kompromiss, der eine Schärfe garantiert, mit der man in der Bildbearbeitung noch genug reißen kann.

Bei Aufnahmen, bei denen das fokussierte Objekt zunehmend entfernt ist, relativiert sich der Fokusshift sehr. Das hat vor allem damit zu tun, das mit der zunehmenden Entfernung auch die Schärfentiefe deutlich zunimmt. Ab einer Distanz von 5m und einer Blende im kritischen Bereich zwischen 1.8 und 3.2 bei der sich die Verschiebung nach meiner Erfahrung (und mit meiner Kamera-Objektiv-Kombination) am meisten auswirkt, ist man selbst mit 20mm Backfokus meist noch im grünen Bereich.

Wer Menschen oder Tiere fotografiert, die AF-Feinjustierung neutral eingestellt lassen möchte, oder diese Möglichkeit an seiner Kamera erst gar nicht besitzt, sowie kaum Zeit für die Fokussierung hat, kann es mit der Nase, statt den Augen versuchen. Der Schärfebereich wird dann ab Blende f/2.0 etwa auf den Augen liegen, oder kurz davor, das ist aber allemal besser als scharfe Ohren. Gerade mit meinen beiden Katzen habe ich eine Menge trainiert – so ein Katzenkopf aus kurzer Distanz ist ganz allgemein ein gutes Trainingsobjekt – hält niemals still, und benötigt auf kurze Distanz meist eine um drei Stufen geschlossene Blende um komplett Scharf abbgebildet zu werden – vor allem Nase, Augen und Ohren sind hier nicht ganz einfach in Einklang zu bekommen. Man sieht hier schnell wie sich die Blende auf kurze Distanz auswirkt.

Anbei ein Beispiel mit einer Katze und fokussiertem vorderen Auge mit dem zentralen AF Feld. Das neutrale, aber trotzdem sehr kontraststarke Foto zeigt zwar noch brauchbar scharfe Augen, der Schärfepunkt liegt allerdings diagonal auf dem Katzenkopf hinter dem vorderen Auge (zu erkennen an den Haaren). Die Blende 2.0 reicht bei einer Distanz von etwa 1,5m aus (Foto wurde ein wenig anders freigestellt, da die Katze zentriert war), um den Katzenkopf soweit scharf abzubilden, der  Rest geht über in eine gigantisch sanfte Unschärfe, die ausser dem 85mm 1..2 L kein weiteres Objektiv von Canon zu bieten hat.

Sie werden das Ergebnis nicht mit einem Canon EF 50mm 1.4 ohne weitere Anpassungen erreichen – das folgende Foto hat aber keinerlei Kontrastmodifikationen und Farbmodifikationen!

katze_shift_bokeh_neutral

Detaildaten des Fotos:

– 4750 Kelvin – ISO 400 – f/2.0 – 1/4000s
– Kontrast ist Neutral-RAW – Interpretation mit Lightroom 4 – keine Anpassungen in Gradiation, Tonwert oder Präsenz
– Keine Farbanpssungen, aufgezeichnet in Adobe RGB, Ausgabe in sRGB JPEG – 100% Qualität
– Standard-Nachschärfung wie ich sie über alle Bilder laufen lassen. Kein Luminanz-Entrauschen, leichtes Farbentrauschen

Wenn sie bis hier gelesen haben, werden sie schon festgestellt haben – eine Universallösung gibt es nicht. Es gibt aber Möglichkeiten, wie man mit dem Fokusshift umgehen kann. Ich selbst habe einige Fotos geschossen, um herauszufinden, wie sich das Objektiv in einer Distanz zwischen 45 und 150cm Distanz verhält, denn dies ist die kritische Distanz, bei der man sofort sieht, wenn der Fokus nicht sitzt.

Fazit

Fokusshift und eine deutliche Schwäche im Randbereich, was die Schärfe und Vignettierung betrifft, sind rein physikalisch bei einer Offenblende von 1.2 nicht komplett aushebelbar. Mit ein wenig Einarbeitungszeit erhält man aber die mit Abstand besten Ergebnisse bei 50mm Brennweite unter den drei von Canon angebotenen Objektiven.

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4 Kommentare

  1. Ja, diesen Focusshift kann ich bestätigen. Auch bei mir kann ich die -10 Korrektur für erträglich verbuchen (an der 5D MK ll).
    Was mir jedoch auffällt: bei planen Ebenen fokussiert die Einheit Kamera/Objektiv sicherer.
    Im Großen und Ganzen bin ich mit dieser Optik zufrieden (vlt gibt es ja irgendwann eine ll er Version – wenn nicht , auch gut!)
    Wer dieses Objektiv kauft, erwirbt eine „Spezialoptik“ und keinen Allrounder! Das muss man wissen. Ich halte es z.B. Für Landschaften für ungeeignet. Aber alles, was die AV Fotografie abverlangt, wird von diesem Objektiv seht gut gemeistert.
    Natürlich hatte ich auch das „hochgelobte“ fast „Sagenumwobene“ 50er Art von Sigma. Ja, es ist WIRKLICH viel schärfer – aaaaaber der Fokus ear trotz Einschickens und mehrerer Korrekturen am Dock bei mir nur chaotisch. Mal back- mal frontfokus. Offene Blende und Entfernungen über 10 Meter brachten mich schier zur Verzweiflung. Damit kann ich nicht arbeiten.
    So gibt es für mich momentan keine Alternative zum 50er 1,2.

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    • Danke !
      Soweit Alles korrekt beschrieben und genau meine Erfahrung. Eine tolle Linse.
      VG Ralf

      Antworten
  2. Hi Michael
    Ich finde es wirklich toll, dass Du Dich so intensiv und kritisch mit diesem L-Sorgenkind auseinandergesetzt hast und Deine Erfahrungen hier zur Verfügung stellst. Vielen Dank dafür! Ich stehe an einem ähnlichen Punkt: das 50 f/1.4 ist nicht schlecht (vor allem hinsichtlich Preis-/ Leistungsverhältnis) aber allmählich würde ich bei 50mm gerne eine etwas bessere Qualität erreichen. Bei nicht zeitkritischen Aufnahmen verwende ich dazu das Zeiss Makro Planar 50mm f/2 und bin daher sehr verwöhnt was Schärfe und Naheinstellung betrifft. Eine Top-Linse, keine Frage.
    Ob ich beim 50mm f/1.2 mit diesem leidigen Backfocus leben kann, wage ich zu bezweifeln. Jedenfalls weiss ich nun: ich werde das Teil nicht sofort kaufen – sondern zuerst leihen und damit spielen. Wer weiss, vielleicht kommen wir ja doch noch zusammen, dass 50mm f/1.2 und ich… Sollte das so sein, melde ich mich wieder :-) Allzeit gut Licht & Inspiration. Grüsse aus der Schweiz. Pit

    Antworten
    • Hallo Pit,
      ich habe alle 50mm Optiken durch, auch Zeiss und alle Sigmas (da ist das 50mm 1.4 EX DG HSM ein Geheimtipp).
      Den Charakter der 50L Bilder erreicht leider nur dieses, das Otus kenne ich nicht…
      Das 50L hat Magie…..
      Bei mir an DsIII / DsII und 5D1.
      VG. Ralf

      Antworten

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